Cheetah Conservation Fund

Namibia, im südlichen Afrika, ist mit etwa 3.000 Tieren die Heimat der größten noch verbliebenen Geparden­population. Um der Konkurrenz mit Löwen und Leoparden, die ihnen gerne die Beutetiere abjagen, zu entgehen, lebt der Großteil der wild lebenden Geparde auf kommerziell oder kommunal genutztem Farmland, auf dem in der Regel Viehzucht betrieben wird. Obwohl der Gepard fast ausschließlich Wildtiere als Nahrung nutzt, sehen Farmer in den schnellen Katzen eine Bedrohung für ihre Nutzviehbestände. Sie stellen Fallen auf und töten sie.

Seit der Wende zum 20. Jahrhundert ging der Gepardenbestand weltweit um mehr als 90 % auf etwa 7.100 Tiere zurück.
Um die letzten Geparde zu schützen und vor der Ausrottung zu bewahren, ist es dringend notwendig u. a. den bestehenden Mensch-Wildtier-Konflikt zu lösen. Hierfür setzt sich der Cheetah Conservation Fund (CCF) zusammen mit seiner deutschen Partnerorganisation Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e. V. ein. Der CCF wurde 1990 von Dr. Laurie Marker gegründet, und seine Arbeit umfasst wissenschaftliche Forschung, die Entwicklung von Schutz­konzepten sowie Umweltbildung, um das Überleben der Geparde in ihrem natür­lichen Lebensraum zu sichern.

Ein erfolgreiches Programm des CCF ist der Einsatz von Herdenschutzhunden, der die tödliche Spirale unterbrechen soll, die die Geparde an den Rand der Ausrottung treibt. Dank des Einsatzes der Herdenschutzhunde sind immer mehr Farmer bereit, Geparde auf ihren Farmen zu dulden und nicht gleich zu erschießen. Als besonders geeignet hat sich der Einsatz von türkischen Herdenschutzhunden, beispielsweise den Kangals, erwiesen.

 

Die engagierten Gepardenschützer auf vier Pfoten wachsen als Welpen mit einer Nutzviehherde auf. Später leben sie dann auf der Farm mit ihrer Herde zusammen. Die Hunde sind sehr wachsam, und auch wenn sie nicht darauf trainiert werden zu hetzen oder anzugreifen, verscheuchen sie mög­liche Angreifer durch Bellen und ihre imposante Erscheinung. Geparde sind normalerweise nicht aggressiv und ziehen sich vor einem bellenden Hund zurück. So helfen die Hunde, die Akzeptanz für Geparde bei den Farmern zu erhöhen. Die Farmer erhalten zu den Herdenschutzhunden auch eine Einführung in „Geparden-freundliche“ Nutzviehhaltung und können an weiter­führenden Kursen teilnehmen.

Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld des CCF und der AGA ist die Bekämpfung des illegalen Handels mit Geparden. Ein besonderer Druck lastet auf den Beständen am Horn von Afrika, denn von hier stammt ein Großteil der Gepardenjungtiere, die auf Straßenmärkten oder im Internet illegal als Haustiere angeboten werden.

Eine große Nachfrage besteht u. a. aus den arabischen Golfstaaten, wo die elegante Katze gerne als Statussymbol gehalten wird. Der illegale Handel für den Heimtiermarkt ist besonders verhängnisvoll, denn für jeden Gepard, der illegal auf den Markt gelangt, sterben fünf oder mehr der jungen Katzen beim Fang und Schmuggel.

Der CCF versorgt zudem verwaiste oder verletzte Geparde, die nach Möglichkeit wieder ausgewildert werden. Sollte dies nicht möglich sein, finden
die Tiere ein artgerechtes Zuhause beim CCF. Ihre Versorgung kann durch einePatenschaft unterstützt werden. 

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